Alle Jahre wieder…. Kahlschlag oder Pflege?  - Am Möhnesee regiert die Kettensäge!

Immer wiederkehrend Ende Februar kündigt das Geräusch knatternder Kettensägen den kommenden Frühling an. Ganz schnell noch, vor dem „Stichtag“ wird abgeholzt, was eben erlaubt ist! – So mag Macher denken. Richtig? - Gehen wir einmal ins Detail der aktuellen Aktionen:



Baumfällaktion am Stockumer Damm

Der Eigentümer des Geländes hat sich mit der Försterin der Gemeinde kurzgeschlossen und die rechtlich zulässigen Maßnahmen im Zuge der Walterhaltung auf dem Areal des geplanten Hotels abgestimmt.
Wir haben mit dem Eigentümer gesprochen und folgende Informationen bekommen:
Der Wald bleibt erhalten.
Es soll sich bei der Aktion einerseits um die Entnahme ausgereifter Bäume im Zuge von Forstarbeiten handeln, andererseits soll in diesem Zuge auch Wild- und Kleinwuchs beseitigt werden.
Die gefällten Bäume sollen im Kern gut, in der Krone aber trocken gewesen sein. 

Es wird innerhalb von 2 Jahren Ersatz gepflanzt.
Die gefällten Bäume werden vor Ort verarbeitet und gehen in das geplante Hotelprojekt ein. 

Ein Künstler wird etwas daraus gestalten.



 
Baum und Gebüschschnitt im Seepark
Seit geraumer Zeit gibt es den Wunsch der Jugendlichen am Möhnesee, ein Gelände zum Erstellen einen Dirt-Bike-Parkes zu bekommen. Es geht dabei um eine Fläche, in der man sich mit speziellen Fahrrädern im Gelände versuchen kann. Politik und Verwaltung haben dem zugestimmt, die Jugendlichen wollen alles selber gestalten.
Der Platz der ersten Anlage war bautechnisch nicht aufrecht zu erhalten, nun soll es dieses Jahr den Versuch im Seepark geben.
Eine kleine Fläche mit Wildwuchs hinter dem Soccerplatz soll es sein. Es gibt einiges an Sträucher, einige geschädigte Bäume und viel Kleinwuchs. Aber auch wenige wirklich gut gewachsene Bäume, die sich noch weiter entwickeln können.
In einer gemeinsamen Begehung zwischen den Fraktionen, der Verwaltung und den Jugendlichen wurde alles, was schützenswert ist, herausgestellt. Das bleibt nun definitiv erhalten. (Das sind die markierten Bäume, für Alle, die schauen wollen)
Für jeden noch so kleinen Baum der weg muss, werden 2 Neue gepflanzt, vorzugsweise auf dem Areal, oder direkt daneben.
Der Bauhof wird am Freitag den 26.02.2020 agieren!
Die Fläche bekommt dann wieder einen parkähnlichen Charakter. Es gibt im Übrigen auch noch ein paar angrenzende Flächen, die mal durchgeforstet werden müssten. - Vielleicht nächstes Jahr!
 

Ahornbaum am HDG

Hier muss gehandelt werden.

Die Stabilität ist nicht gewährleistet.

Der Baum ist krank, von Pilzen befallen.

Die Unterlagen dazu liegen uns vor.

 

Natürlich wird es auch hier Ersatz geben, nach unserer guten alten Regel: 

2 Neue Bäume für einen Gefällten. 


Auch der Ruhrverband rodet

Auch der Ruhrverband nutzt die letzten verbleibenden Tage um Rückschnitt- und Rodungsarbeiten am südlichen Hang der Möhnestaumauer vorzunehmen.
Laut Ruhrverband  stehen die Arbeiten im Einklang mit den Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes. Es entstehe ab April ein neuer Weg mit attraktiveren Ausblickpunkten.




Straßen und Wege im Allgemeinen:
Der Gehölzschnitt steht hier immer wieder in der Kritik. Bürgerinnen und Bürger bemängeln den rigiden Rückschnitt. Das ist auch so! Und das ist nicht ganz falsch. Denn;
In der Gemeinde Möhnesee gibt es seit vielen Jahren die Übereinkunft, dass der Bauhof die Pflege und den Erhalt des "Straßenbegleitgrüns" mit sogenannten „Auf Stock schneiden“ begleitet, um neben der Verkehrssicherheit auch den Belangen des Umweltschutzes Rechnung zu tragen.
Hierbei werden immer einzelne Abschnitte, ca. 100m, rigoros gekürzt. Dann bleibt wieder ein mindestens ebenso großer Bereich erhalten. Die einzelnen Abschnitte werden hierbei revoltierend getauscht. Was soll das bezwecken?
Nun als erstes ist zu sagen: Die Bäume und Alleen sind hiervon nicht betroffen. Da gelten andere Regeln!
Der Strauchschnitt dient der Erhaltung des Wegeunterbaus und der Verkehrssicherheit. Neben den Straßen sind eben keine Urwälder sondern „Straßenbegleitgrün“ erwünscht.
Um den Schutz von Kleintieren gerecht zu werden und den Charakter dieser Kleinbiotope aufrecht zu erhalten, bleiben Fluchträume erhalten. Das sind die ungeschnittenen Bereiche neben dem „Kahlschlag“. Durch den revoltierenden Wechsel der Schneidebereiche wird den Interessen der Verkehrssicherheit und den Interessen des Umweltschutzes Rechnung getragen! - Auf Niveau des „Staßenbegleitgrüns.“
Beim Bauhof der Gemeinde sind diese Regelungen in den letzten Jahren ausnahmslos befolgt worden. Der Kreis Soest und der Bund agieren ähnlich. Bei Straßen haben wir natürlich immer einen Eigner.
Wir „Grüne am See“ schauen uns das fortwährend an und sind für Anregungen und Hinweise gegen andere Vorgehensweise dankbar.ann werden wir aktiv! 




 
 
 
E-Mail
Anruf
Instagram